Vufind auf dem Bibliothekartag
Auf dem Bibliothekartag werden einige Sessions zum Thema Vufind bzw. Discovery-Systeme stattfinden.
Am Dienstag, den 22.05, geht es von 13:30 Uhr bis 15 Uhr in der Session Bibliotheksportale mit integrierten Discovery Service in mindestens drei Vorträgen auch um Vufind – es werden die Vufind-basierten Discoveryportale aus Leipzig und vom Hebis vorgestellt. Im Anschluss (16-18 Uhr) wird über die Zukunft der lokalen Bibliothekssysteme nachgedacht – und die Frage behandelt, ob Discovery Systeme die OPACs der Zukunft sind. Leider parallel dazu finden zwei weitere Vortragssessions statt, in denen es auch um Discovery-Systeme geht: Resource Discovery und weiter: Entwicklungen um das Discovery-System Primo beschäftigt sich vor allem mit dem Discovery System Primo von Ex Libris, und in Mehr machen aus Inhaltserschließungsdaten – innovativ und kooperativ stellen Martin Blenkle und Elmar Haake das Bremer eLib-Discoverysystem vor, eine bereits seit vielen Jahren erprobte Eigenlösung.
Am Donnerstag, 24.05., befassen auch wir uns wieder mit Vufind und stellen im Rahmen der Zukunftswerkstatt von 10-11 Uhr vor, wie leicht Vufind von GBV-Bibliotheken eingesetzt werden kann, ohne einen eigenen Index bauen und pflegen zu müssen. Wenn Sie zum GBV gehören, richten wir Ihnen live eine Vufind-Demoversion mit Ihren echten Bestandsdaten ein. Zu diesem Thema sind Heiko Weier und ich am Donnerstag Nachmittag (14 bis 16 Uhr) am Stand des DBV anzutreffen.
TUBfind – jetzt verschlüsselt
Eine kleine Änderung lässt unser TUBfind ab sofort in verschlüsseltem HTTPS-Modus laufen. Vufind (bis 1.2) kann nur eines von beidem – entweder immer verschlüsselt oder immer unverschlüsselt. Der Grund liegt in der Konfigurationsdatei config.ini. Dort wird die Adresse der Vufind-Instanz angegeben und diese muss entweder mit http:// oder https:// starten. Stellt man hier etwas anderes ein als der Nutzer, funktioniert der Verfügbarkeitscheck über AJAX nicht mehr. Folglich muss der Server dafür Sorge tragen, dass beides immer übereinstimmt: Nutzeranfrage und Konfigurationseinstellung.
Bislang liess TUBfind beides zu, allerdings war in der config.ini HTTP eingestellt und daher funktionierte der Verfügbarkeitscheck nicht, wenn man TUBfind über HTTPS aufrief. Ab jetzt kann TUBfind nicht mehr im HTTP-Modus aufgerufen werden. Der Server leitet alles sofort auf eine HTTPS-Request um. Das funktioniert über zwei neue Zeilen in der Apache-Konfigurationsdatei für Vufind:
RewriteCond %{SERVER_PORT} !^443$
RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}/$1 [L]
Ab Vufind 1.3 ist die Einstellung der URL in der config.ini nicht mehr zwingend notwendig und Vufind erkennt den Modus, in dem der Nutzer die Seite aufgerufen hat, automatisch.
Zugehörige Publikationen bei mehrbändigen Werken
Im Bereich der Anzeige zugehöriger Publikationen hat sich ein bisschen was geändert. Früher konnte eine Liste zugehöriger Publikationen schonmal so aussehen:

Jetzt ist das anders. Die Anzeige wurde gekürzt und etwas verschönert (katalog.tub.tu-harburg.de/Record/573324573):
Sicher gibt es auch in dieser Anzeige noch Verbesserungsbedarf (zum Beispiel beim Erscheinungsjahr, wie man im Bild erkennen kann). Dennoch ist die Liste durch diesen Schritt übersichtlicher geworden und ein Stück sparsamer im Platzbedarf.
Die Einblendung der Daten folgt jetzt folgender Regel:
- Wenn MARC-LEADER Position 19 a -> 245a
- Wenn MARC-LEADER Position 19 b -> 830v|800v, 245a, 250a, 260c (Bandangabe, Titel, Auflage, Jahr)
- Wenn MARC-LEADER Position 19 c -> 773q (Bandangabe)
- Wenn MARC-LEADER Position 19 leer und 830v gesetzt -> 830v (Bandangabe)
Bestellung einzelner Zeitschriftenbände
Bislang war die Darstellung einzelner Zeitschriftenbände etwas unübersichtlich in TUBfind und man wusste nicht so recht, welchen Band man eigentlich bestellte. Das hat sich jetzt verbessert. Jeder einzelne Band wird gekennzeichnet, so dass bei der Bestellung deutlich ist, auf welchen Einzelband man klicken muss.


Was einfach aussieht, war nicht so leicht zu realisieren. Zunächst musste der DAIA-Server angepasst werden, damit er zu jedem Band neben seiner EPN auch den Signatur-Barcode mit ausgibt. Das war zwar auch vorher der Fall, aber nur, wenn keine Freihandsignatur vergeben war. Allerdings gibt es bei uns Sonderfälle, bei denen sowohl eine Freihandsignatur als auch die Barcode-Signatur vorhanden sind, die aber trotzdem im Magazin stehen (Beispiel: http://katalog.tub.tu-harburg.de/Record/313461481). Der DAIA-Server gab vor der Änderung nur die Freihandsignatur als Signatur an, was in diesem Fall aber zu Problemen führte (die Bände haben alle die gleiche Freihandsignatur). Außerdem musste das Theme angepasst werden, damit die Bandangaben auch wirklich an der jeweils richtigen Stelle angezeigt werden (in MARC stehen die Daten in gleichnamigen Subfeldern und nur an der Reihenfolge ist erkennbar, welche Bandbezeichnung zu welcher Signatur gehört).
TUBfind 1.2
Zum neuen Semester macht auch TUBfind einen Sprung: von Version 1.0 auf 1.2. Damit haben wir die 1.1 übersprungen und sind wieder auf dem neuesten Stand.
Die neue Version bringt einige schöne neue Features mit sich:
- Automatische Suchvorschläge
- verbessertes mobiles Interface
- verbessertes Layout auch im Browser
- Facettierung nach Erscheinungsjahren Von-Bis
Im Rahmen des Upgrades verlässt TUBfind auch das Betastadium und rückt einen Schritt näher an den Produktiveinsatz als primäres Nachweisinstrument für unsere Studierenden.
TUBfind auf dem Bibliothekartag
Auch auf dem diesjährigen Bibliothekartag in Berlin wurde TUBfind präsentiert. Die Folien sind inzwischen auf dem Opus-Server des BIB gelandet und dort frei verfügbar: http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte/2011/1092/
Präsentation zu TUBfind
Am 10.05. gabs in Nordhausen im Rahmen eines dbv-Workshops für die IT-Abteilungen in Thüringens wissenschaftlichen Bibliotheken auch TUBfind zu sehen. Das komplette Programm nebst Vortragsfolien (sofern verfügbar) findet sich hier. Der Vortrag zu TUBfind ist auch hier (pdf) zu finden.
BibTeX-Export in TUBfind
Unser alter Katalog hats diesmal vorgemacht, aber ab jetzt kann auch TUBfind es! Unter den Exportformaten für die Einzeltreffer kann jetzt auch BibTeX ausgewählt werden. Auf diese Weise wird das Zusammenstellen einer Literaturliste in LaTeX vereinfacht und der Export in Literaturverwaltungssysteme JabRef oder Bibsonomy (beide BibTeX-basiert) wird ermöglicht. Auch unser TU-weit als Campuslizenz verfügbares Literaturverwaltungssystem Citavi ist BibTeX-kompatibel und kann die BibTeX-Exporte aus TUBfind importieren.
Im BibTeX-Export von TUBfind sind im Unterschied zum alten Katalog auch URLs mit enthalten.
Wie immer bei TUBfind-Entwicklungen gilt: Wenn Fehler auffallen, bitte melden!
Zentraler GBV-Index für TUBfind
In der Verbundzentrale des GBV wird derzeit ein zentraler Verbundindex vorbereitet. Der Index enthält
- * den gemeinsamen Verbundkatalkog (GVK), der sämtliche Medien aus GBV-Bibliotheken enthält
- * die Online-Contents-Datenbank (OLC) mit Zeitschriftenartikeln und Aufsätzen
- * die Nationallizenzen
Wir erproben schon jetzt die Einbindung dieses Index in unser Discovery Portal TUBfind. Bei dieser Testeinbindung werden nur die lokal verfügbaren Bestände durchsucht. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, die normalerweise nicht in unserem Katlog verzeichneten (aber in OLC bzw. Nationallizenzen nachgewiesenen) Zeitschriftenartikel zu finden.
Leider sind wir aber noch nicht in der Lage, den Index frei nach außen anzubieten. Dafür gibt es einen wesentlichen Grund: Die Performanz. Leider liefert GBV Central derzeit seine Suchergebnisse nicht ausreichend schnell, was das Gesamtsystem ausbremst und den Nutzer vor einer leeren Seite lange warten lässt. Im Laufe dieses Monats ist eine Freischaltung seitens der Verbundzentrale angekündigt, die Verbesserungen in der Performanz und einen stabilen Betrieb erhoffen lässt.
Ansonsten funktioniert die Einbindung in TUBfind technisch bereits einwandfrei und wir hoffen, diesen Zusatzservice möglichst bald allen frei zur Verfügung stellen zu können.