Machen Sie Ihre Software zitierfähig

Softwareentwicklung ist häufig ein wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit an der TUHH. Über GitHub kann wissenschaftliche Software gemeinsam erstellt und geteilt werden. Was dabei lange Zeit fehlte, war die Möglichkeit, diese Software eindeutig referenzieren zu können. Erst damit kann sie in wissenschaftlichen Publikationen problemlos zitiert werden.

Letztes Jahr wurde hierfür eine Lösung entwickelt: Digital Object Identifiers (DOI) sind mehr oder weniger das Rückgrat für die Referenzierung elektronischer Publikationen. Was lag also näher als auch für Software eine Möglichkeit der DOI-Vergabe zu schaffen? Dies ist jetzt in Zusammenarbeit mit GitHub und Zenodo möglich. Wer Zenodo nicht kennt, Zenodo ist eine offene Plattform für die dauerhafte Archivierung von Forschungsergebnissen fast jeglicher Art, die vom CERN betrieben wird: zenodo.org/features

Wer bereits bei GitHub aktiv ist, kann ein bestehendes Repository mit einer Kennung von Zenodo verbinden. Darüber wird dann der DOI für das Repository vergeben. Wie es geht, beschreibt GitHub in knapp 10 Minuten Lesezeit: Making Your Code Citable
Making Your Code Citable · GitHub Guides
p.s. Es gibt auch eine alternative Repository-Anbindung an figshare:
DOI-Button

Leben wir im Anthropozän?

Unter dem Begriff Anthropozän wird eine neue geochronologische Epoche vorgeschlagen, eine Epoche, in der alle biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde durch den Menschen beeinflusst werden. Die Einsicht, dass der Begriff Anthropozän berechtigt ist, kann im Zeichen des Klimawandels zu einem Perspektivwechsel in Politik, Kultur und Gesellschaft aber auch bei uns einzelnen Menschen beitragen. Der Begriff wird aber durchaus auch kritisch gesehen. Gleichwohl wird der Begriff politisch stark unterstützt.

Das sogenannte “Anthropozän-Projekt” haben in Deutschland sowohl das “Haus der Kulturen der Welt” in Berlin als auch das Deutsche Museum in München als Thema einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgegriffen:

Bücher zum Thema Anthropozän in der TUHH-Bibliothek

2014: Gezeichnet von Benedikt Rohlmann, 2014. Creative Commons License This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International License. http://www.environmentandsociety.org/blog/anthropocene-milestones-no-19-zuse-z4-benedikt-rohlmann

Z4 von Konrad Zuse: Bild 8.
Gzeichnet von Benedikt Rohlmann, 2014. Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International License. Link zum vollständigen Comic: http://www.environmentandsociety.org/blog/anthropocene-milestones-no-19-zuse-z4-benedikt-rohlmann

Zur Geschichte des Begriffs:

  • Im Jahre 2000 hat der niederländische Chemiker und Atmosphärenforscher Paul Crutzen mit Eugene F. Stoermer eine kurze Notiz zum Anthropozäen veröffentlicht: Crutzen, P.J.; E.F. Stoermer, 2000: The “Anthropocene”. Global Change Newsletter (IGBP), 41, 17-18.
  • 10 Jahre später folgte ein ausführliches Review zum Thema: Steffen, Will; Grinevald, Jacques; Crutzen, Paul; McNeill, John (2011): The Anthropocene: conceptual and historical perspectives. In: Philosophical transactions. Series A, Mathematical, physical, and engineering sciences 369 (1938), S. 842–867. DOI: 10.1098/rsta.2010.0327.
  • Weitere Materialien und Gedanken zum Anthropozän.

TUBdoks neues Gesicht

TUBdok-Header
Seit 2002 gibt es TUBdok, das Open Access Repository der TUHH. Damit bieten wir allen TUHH-Angehörigen die Möglichkeit, wissenschaftliche Publikationen weltweit frei und dauerhaft bereitzustellen. Sie können TUBdok für die Erstveröffentlichung Ihrer Dissertation genauso nutzen wie für die Parallelveröffentlichung Ihres Artikels in einer kostenpflichtigen Zeitschrift (“grüner Weg“).

In den letzten Jahren gab es immer wieder kleinere Änderungen, aber im Grunde blieb TUBdok wie es war. Das ändert sich ab heute: Wir haben TUBdok einer Generalüberholung unterzogen. Ab sofort erscheint TUBdok in neuem Layout. Damit sieht es unserer normalen Homepage wieder ähnlicher. Aber nicht nur oberflächlich stecken eine Menge Änderungen im neuen TUBdok.

  • Profitieren Sie von weiteren dauerhaften Identifiern für Ihre Veröffentlichungen:
    Neben dem URN werden ab sofort für die Publikationen auch DOIs und Handles vergeben.
  • Wählen Sie aus verschiedenen CreativeCommons-Lizenzen die für Sie passendste:
    Eine CreativeCommons-Lizenz oder sogar eine CC0-Lizenz kann jetzt im einfachen Klickverfahren für Ihre Publikation festgelegt werden
  • Lassen Sie TUBdok Embargofristen überwachen:
    Bei Bedarf können Sie auch ein unter Embargo stehendes Dokument veröffentlichen. Legen Sie einfach fest, ab wann es öffentlich zur Verfügung gestellt werden darf.
  • Abonnieren Sie Neuerscheinungen:
    Wenn Sie auf dem laufenden über Neuerscheinungen auf TUBdok gehalten werden möchten, können Sie sich per RSS oder eMail benachrichtigen lassen

Die bereits auf TUBdok liegenden Publikationen (es sind derzeit etwa 1.200) bleiben natürlich weiterhin über die URN und ihre alte Adresse erreichbar. Neu ist, dass alle Dokumente nun auch über den im wissenschaftlichen Publikationsbereich stark verbreiteten Digital Object Identifier (DOI) aufrufbar sind. Zum Beispiel doi:10.15480/882.1121 .

Probieren Sie es aus und nutzen Sie unser Open Access Repository im neuen Gewand unter https://tubdok.tub.tuhh.de.

Feedback und Anregungen nehmen wir immer gerne entgegen, zum Beispiel als Kommentar zu diesem Artikel oder als Mail an tubdok@tuhh.de. Auch unsere Fachreferenten beraten Sie gern, wenn Sie fachspezifsche Fragen zu einer möglichen Veröffentlichung klären möchten.

Nächstes Wochenende keine Online-Fernleihe

Aufgrund von Wartungsarbeiten beim GBV wird an diesem Wochenende keine Online-Fernleihe möglich sein, auch die Nutzung weiterer GBV-Datenbanken ist unterbrochen. Die Dauer der Arbeiten wird von Freitag, den 20.02.2015, 20:00 Uhr bis maximal Montag, den 23.02.2015, 8:00 Uhr angegeben.

Zahlen zu Wahlen

Am Sonntag wird in Hamburg gewählt, Hochkonjunktur also für die Meinungsforscher und ihre Ergebnisse zu Hamburg. Und wenn Sie sich selbst ein Bild über die Statistiken machen möchten, dann empfehlen wir einen Blick in Statista.

statistaStatista ist nach eigener Aussage: “Eines der größten Statistik-Portale der Welt: Als eines der wenigen Unternehmen bündeln wir Daten aus mehr als 18.000 Quellen. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, schneller und effizienter an relevante Informationen zu gelangen. Unsere Statistiken sind so aufbereitet, dass sie optimal für die eigene Verwendung genutzt werden können.”

Der Zugriff auf Statista ist für alle Angehörigen der TUHH frei. Aktuelle Statistiken im Rahmen der Hamburg-Wahl sind z.B. das Hamburg Statista-Dossier und Meinungsumfragen wie die aktuelle Sonntagsfrage zur Bürgerschaftwahl

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-HolsteinAber auch das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein bereitet sich schon auf die Dokumentation der Ergebnisse vor. Auf der Seite zur Bürgerschaftswahl 2015 sind aktuell erste Vorabinformationen zusammengetragen. Und Sonntagabend werden dort die ersten Ergebnisse veröffentlicht, sobald sie ausgezählt sind.

Buchscanner, nun auch im Erdgeschoss

book2net Spirit - ProduktbildSeit geraumer Zeit bieten wir im 1. Stock (“Lesesaal 2″) einen großen Buchscanner an, der von Ihnen erfreulicherweise gut genutzt wird. Um auch steigende Nachfrage bedienen zu könnnen, erweiterten wir unser Angebot zur Digitalisierung um einen zweiten Scanner. Diesen finden Sie an derselben “Geokoordinate”, nur wenige “Höhenmeter” tiefer am PC-Pool 5 im “Lesesaal 1″.

Der neue Scanner von book2net ist eine vom Design leicht veränderte Version des bisherigen Modells, bleibt in der Bedienung aber praktisch identisch. Sie benötigen nur etwas zum Scannen und einen USB-Stick (Tipp: sollte keiner zur Hand sein, können Sie einen Stick an der Ausleihtheke für 7 Tage ausleihen). Das Scannen selbst lösen Sie über das Touchscreen-Menü aus und können dann alles bequem auf den eingesteckten Stick speichern. Das Gerät arbeitet sehr zuverlässig, bei umfangreichen Scans empfiehlt es sich jedoch, nach einzelne Abschnitten “zwischenzuspeichern”.

Das folgende Produktvideo illustriert die Handhabung sehr schön:

Sollten dennoch Probleme auftreten, melden Sie sich bitte an der Information.

Beluga – der Hamburger Katalog wurde erweitert

Seit Dezember 2012 ist er am Start: beluga, der neue Katalog für Hamburger Bibliotheksbestände. Seit heute gibt es in Beluga deutlich mehr zu finden: Viele Millionen Zeitschriftenartikel können jetzt im neuen Tab E-Artikel zusätzlich durchsucht werden. Wenn möglich, kommen Sie von hieraus auch gleich zum Text bzw. können sehen, welche Hamburger Bibliothek diese Literatur bereitstellt.

Zugegeben: Wenn Sie TUBfind kennen und nutzen, ist das für Sie nichts Neues. Anders als bei Beluga bezieht die Suche in TUBfind außerdem noch die Daten der Datenbanken Web of Science und Wiso ein. Aber wenn Sie sehen möchten, welche Literatur in Hamburg wo verfügbar ist, dann steht Ihnen ab sofort Beluga in seiner verbesserten Ausgabe zur Verfügung.

Probieren Sie Beluga einfach mal aus:

 
p.s. Kommentare sind willkommen!

Liebe und Mathematik

Love and Math - Bookcover FrenkelGerade in der Neuen Zürcher Zeitung und in der Wochenzeitung “Die Zeit” besprochen: An der TUHH ist dieser autobiografische Blick von Edward Frenkel auf die Mathematik als Online-Buch schon länger verfügbar:

Fach-Aufsätze von Edward Frenkel findet man übrigens über die Fachdatenbank MathSciNet, die vor 75 Jahren als gedrucktes Referateorgan “Mathematical Reviews” aus der Taufe gehoben wurde.

Siehe auch weitere Beiträge in diesem Blog zur Mathematik.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

BNE-Bild TUHH (Collage aus Hamburger Aktionsplan, TUHH-Nachhaltigkeits-Logo und Covern von Medien in der TUHH-Bibliothek)
Im letzten Jahr endete die UN-Dekade “Education for Sustainable Development”, deren Ziel die Förderung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) war. Dass das Thema “Bildung und Nachhaltigkeit” auch für Universitäten von Bedeutung ist, zeigen z.B. die Webseite “Nachhaltige Entwicklung” der TUHH, eine Recherche im Bibliothekskatalog sowie diverse Beiträge in diesem Blog. Im abschließenden “Hamburger Aktionsplan zur Unterstützung der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” (2005 – 2014)” ist die TUHH mit dem Kinderforscher-Projekt (S. 113) vertreten.

Weitere Links und Dokumente zur UN-Dekade “Education for Sustainable Development”, :

Citavi: Update auf Version 4.5

Citavi LogoNormalerweise bekäme ein kleines Update der Literaturverwaltung Citavi keinen Eintrag in diesem Blog, doch diesmal müssen Sie Hand anlegen: Der Citavi-Programmcode wurde neu digital signiert. Aus diesem Grund wird die neue Citavi-Version nicht von Ihrer aktuellen Installation erkannt. Um die verbesserte Programmversion zu erhalten, laden und installieren Sie die Setup-Datei über Citavis Homepage.

Das Update auf Citavi 4.5. verbessert unter anderem die Citavi Picker.

Fragen zu Literaturverwaltung und damit auch zu Citavi beantworten wir gern. Und da wir nicht alles wissen, helfen wir Ihnen natürlich auch bei der Suche nach weiteren Antworten:
Thomas Hapke & Beate Rajski
literaturverwaltung@tuhh.de